CED

Starker Darm, starke Abwehr

Von Svenja Runciman · 2015

Bis zu acht Meter lang, mit einer Oberfläche von bis zu 500 Quadratmetern: Der Darm ist ein Organ der Superlative. Ist er durch chronische Entzündungen geschwächt, dann können die richtige Ernährung und gezielte Ergänzungspräparate einen entscheidenden Beitrag zum Krankheitsverlauf leisten.

Krampfartige Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen, oft begleitet von Müdigkeit und Abgeschlagenheit: Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind eine starke Belastung für die Betroffenen. Im Gegensatz zu vorübergehenden Darmbeschwerden zeichnen sich die CED durch wiederkehrende und teils anhaltende Krankheitsschübe aus, die sich erheblich auf die Lebensqualität auswirken. Die beiden häufigsten Erkrankungen sind Morbus Crohn, von der oft der gesamte Magen-Darm-Trakt betroffen ist, sowie Colitis ulcerosa, die sich meist auf den Dickdarm und die dortige Schleimhaut beschränkt. Beide zählen zu den Autoimmunerkrankungen, deren genaue Ursachen noch nicht bekannt sind. Sicher ist bislang nur, dass das Immunsystem der Betroffenen Teile des Magen-Darm-Trakts als fremd ansieht und dort entzündliche Veränderungen verursacht. 

Das Immunsystem leidet

Die Zahl der CED nimmt kontinuierlich zu; derzeit geht man in Deutschland von etwa 320.000 Betroffenen aus. Zwar gilt die Krankheit als unheilbar, die Krankheitsschübe lassen sich jedoch mit entsprechender Behandlung und einer Änderung bestimmter Lebensgewohnheiten deutlich an Häufigkeit und Intensität reduzieren. Problematisch ist unter anderem, dass anhaltender Durchfall gravierende Nährstoffverluste für den Körper nach sich ziehen kann. Eine der Folgen: Der Organismus wird anfälliger für Infektionen. Schließlich ist der Darm unser größtes Immunorgan: Er beherbergt 70 bis 80 Prozent unserer Immunzellen und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu unserer Gesundheit. 

Nährstoffmangel vorbeugen

CED kommt es häufig zu einer gestörten Fettverdauung, also einem Mangel an fettspaltenden Enzymen, beziehungsweise zu einer gestörten Fettaufnahme im Dünndarm. Die Folge: Der Körper nimmt zu wenige wichtige Omega-3-Fettsäuren und ebenfalls zu geringe Mengen der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K auf, die eben nur bei gleichzeitiger Fettaufnahme verwertet werden können. Ebenso ist häufig die Versorgung mit wasserlöslichen antioxidativen Vitaminen gestört. Für die Patienten kann die verminderte Nährstoffaufnahme unter anderem Müdigkeit und Abgeschlagenheit zur Folge haben sowie Hautveränderungen infolge von Vitamin-B-Mangelzuständen und Muskelrückbildung aufgrund von Eiweißmangel.  Gezielte Abhilfe können in der Apotheke erhältliche Präparate zum Beispiel in Kapselform schaffen, die die entscheidenden Nährstoffe intelligent kombinieren und einen wichtigen Teil dazu beitragen, die Krankheits­schübe abzumildern und den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.

Quelle: VuMA, 2015

Weiterführende Artikel

Array
(
    [micrositeID] => 49
    [micro_portalID] => 26
    [micro_name] => Der Apotheker
    [micro_image] => 4621
    [micro_user] => 1
    [micro_created] => 1489411833
    [micro_last_edit_user] => 1
    [micro_last_edit_date] => 1567599243
    [micro_cID] => 1663
    [micro_status] => 1
    [micro_cache] => 0
    [deleted] => 0
)