Nahrungsmittelergänzung

Bausteine des Lebens

Von Corinna Tonner · 2016

Oft bemerken wir sie erst, wenn sie fehlen: Vitamine, Mineralien und Hormone sind für den Körper unerlässlich. Manche sind reichlich in unserem Essen enthalten, andere seltener. Wenn sie fehlen, können schwere Mangelerscheinungen die Folge sein, zum Beispiel, wenn es an Jod mangelt. Dann lohnt es sich, Präparate einzunehmen.

Man sieht sie nicht, man schmeckt sie nicht und trotzdem sind sie lebenswichtig: Vitamine und Mineralien. Vitamine sind organische Verbindungen, die im Körper unentbehrlich sind. Sie sorgen für den Aufbau der Haut, sind wichtig für ein starkes Immunsystem, für gesunde Augen und Nerven und sind an vielen Stoffwechselreaktionen beteiligt. Der Körper kann Vitamine nicht in ausreichender Menge selbst herstellen, sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

So steckt in rotem und gelbem Gemüse zum Beispiel Vitamin A (Retinol), das für den Aufbau von Haut und Schleimhäuten sorgt. In Eiern und Fischen kommt Vitamin D (Calciferol) vor, das wichtig ist für den Knochenaufbau. Vitamin C (Ascorbinsäure) steckt in Früchten, es unterstützt Wundheilung und Immunsystem. Bei Vitaminen wird unterschieden zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Verbindungen. Die wichtigste Quelle für Vitamine sind Obst und Gemüse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich fünf Portionen Obst und Gemüse, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten.

Blutbildung und gesunde Zähne

Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Natrium und Jod sind ebenfalls essentiell – also lebenswichtig – und müssen genau wie Vitamine mit der Nahrung aufgenommen werden. Einen Mangel kann man durch entsprechende Nahrung oder Ergänzungspräparate ausgleichen. Im Gegensatz zu den Vitaminen sind Mineralstoffe anorganische Substanzen. Mineralstoffe sind für die Funktion von Muskeln und Nerven oder auch für den Aufbau von Knochen und Zähnen notwendig. Es gibt Mineralstoffe, die im Körper in höherer Dosierung vorkommen: die sogenannten Mengenelemente. Und es gibt Mineralstoffe, die in geringer Konzentration – nur in Spuren – vorkommen: die Spurenelemente. Auch sie können lebenswichtig sein. Fluor für gesunde Zähne, Eisen für die Blutbildung, Jod für die Bildung von Schilddrüsenhormonen. Vitamine und Mineralstoffe werden durch gesunde Mischkost in ausreichender Menge aufgenommen. 

Beratung durch Arzt oder Apotheker

Ob eine Nahrungsergänzung mit Vitaminpräparaten oder Mineralstoffen im Einzelfall notwendig ist, sollte man mit einem Arzt oder Apotheker besprechen. Generell gilt, dass man auf sogenannte Mischpräparate verzichten sollte, um die Einnahme besser kontrollieren zu können. Und selbstverständlich sollte man auf die Dosierung achten. Auch dabei empfiehlt sich eine eingehende Beratung in einer Apotheke oder durch den Hausarzt. 

Wenig sinnvoll oder sogar schädlich kann es sein, Vitamintabletten einfach nur vorbeugend und ohne fachliche Beratung einzunehmen. Denn wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C werden mit dem Urin wieder ausgeschieden, wenn ein Überschuss vorhanden ist. Fettlösliche Vitamine dagegen wie Vitamin A oder D können sich im Körper anreichern und negative Auswirkungen haben. Eine lang anhaltende, niedrige Überdosierung von Vitamin A (Retinol) kann zum Beispiel zu Vergiftungssymptomen mit Haarausfall, Lebervergrößerung, Kopfschmerzen, juckender Haut und Gelenkschmerzen führen.

Vorsicht vor Mangelerscheinungen

Trotz ausgewogener Ernährung kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Zum Beispiel beim Jod: Laut aktuellen Studien sind 30 Prozent der Deutschen nicht ausreichend mit Jod versorgt. Abhilfe schafft jodiertes Speisesalz. Jodmangel kann zu einer Fehlfunktion der Schilddrüse führen, wodurch der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht gerät. Die Symptome hierbei können unerklärliche Gewichtsschwankungen sein in Verbindung mit Müdigkeit. Bei solchen schwerwiegenden Störungen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Ein erhöhter Bedarf an Vitaminen entsteht zum Beispiel durch viel Sport oder chronische Magen-Darmerkrankungen. Auch Alkoholmissbrauch oder Infekte wie eine Grippe können zu Vitaminmangel führen. Schwangere sollten in der Regel Folsäure (Vitamin B9) einnehmen, um das Risiko von Missbildungen ihres Kindes zu vermeiden. Ein Magnesiummangel kann durch Alkoholmissbrauch entstehen. Die Symptome sind Krämpfe und stumpfe Nägel.

Ein Eisenmangel kann durch Blutverlust verursacht werden, daher sind Frauen aufgrund der Menstruation häufiger betroffen als Männer. Symptome für einen Eisenmangel sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit und im Extremfall auch Haarausfall. 

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