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Interview

„Arthrose: Hyaluronsäure bei Gelenkschmerzen“

Von Sanofi-Aventis Deutschland GmbH · 2016

Dr. Cornelius Förster, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Facharzt für Chirurgie.

Bei Patienten mit einer Arthrose steht neben der zunehmenden Bewegungseinschränkung der Schmerz im Vordergrund. Eine Heilung gibt es nicht, jedoch vielversprechende Behandlungsoptionen, die das Voranschreiten des Gelenkverschleißes verzögern können – wie die Hyaluronsäure-Therapie. Wie diese funktioniert, erklärt Dr. Cornelius Förster, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Facharzt für Chirurgie.

Welche Behandlungsoptionen empfehlen Sie Patienten bei einer Arthrose?

Wir haben im ARTHROzentrum ein individuelles Stufenschema entwickelt, das einerseits die patientenspezifischen Eigenschaften wie Alter, Gewicht und sportliche Aktivität sowie Vorerkrankungen oder Unfälle berücksichtigt und andererseits eine exakte körperliche Untersuchung und Bildgebung beinhaltet. Es gibt allerdings keine Standardtherapie, sondern es muss immer ein auf das jeweilige Stadium der Krankheit und auf den Patienten abgestimmtes Therapiekonzept aufgestellt werden – je früher, desto besser. Endpunkt der Erkrankung ist häufig eine notwendige Operation mit Einsatz eines künstlichen Gelenkes, wozu sich viele unserer Patienten jedoch noch nicht entschließen können. Häufig profitieren sie von der Einspritzung einer künstlichen Gelenkschmiere, der Hyaluronsäure, in das betroffene Gelenk. Die positive Wirkung der Hyaluronsäure besteht hierbei aus schmierender, stoßdämpfender und ernährender Eigenschaft für den betroffenen Gelenkknorpel.1; ² Studien haben gezeigt, dass ein Verschieben der Operation um mehrere Jahre möglich ist. 

Das sind durchaus gute Aussichten. Gibt es Unterschiede zwischen den auf dem Markt erhältlichen Hyaluronsäure-Präparaten?

Sehr große sogar! Der Hauptunterschied ist die Viskosität, also die Zähigkeit der Hyaluronsäure. Es gibt relativ flüssige Präparate und hochwertigere Produkte, die dann eher zäh wie Honig sind. Einen wichtigen Unterschied gibt es also zwischen nieder- und hochmolekularen Hyaluronsäuren. Zur Erklärung: Die körpereigene Hyaluronsäure in einem gesunden Knie hat ein Molekulargewicht von 5,8 bis 7,6 Millionen Dalton.³ Bei einer fortgeschrittenen Arthrose kann dieses auf ein bis 3,5 Millionen Dalton absinken. Empfehlenswert ist ein Präparat mit hochmolekularem Hylan G-F 20, wie etwa Synvisc®. Es hat ein Gewicht von etwa sechs Millionen Dalton, was der Eigenschaft gesunder Gelenkflüssigkeit relativ nahe kommt. Zusätzlich wurden auch noch die Abschirmung von Schmerzrezeptoren und die Anregung der Produktion von körper-eigener Gelenkflüssigkeit nachgewiesen.⁴; ⁵ Bei einem Patienten mit Arthrose im Kniegelenk beispielsweise wird Hylan G-F 20 nur als einmalige Injektion verabreicht, andere Präparate müssen drei oder gar fünf Mal ins Gelenk gespritzt werden  – das ist für den Patienten wesentlich unangenehmer und geht, aufgrund der Anzahl der Injektionen, mit einem drei- bis fünffach höherem Risiko für eine Infektion einher.

Wie wirkt sich die Hyaluronsäure-Therapie auf die Lebensqualität der Patienten aus?

Das ist abhängig vom Schweregrad der Arthrose, der bekanntlich in vier Stadien eingeteilt ist, wobei Stufe vier das schlimmste Stadium darstellt. Nach Injektion von Hyaluronsäure haben wir die besten Erfolge bei Patienten im Stadium II und III.⁶ Aber auch im Stadium IV kann häufig noch eine Reduktion der Schmerzen und eine Verbesserung der Beweglichkeit hergestellt werden. Ein kompletter Rückgang der Beschwerden ist jedoch eher unwahrscheinlich. Meist steigt bei den Patienten die Lebensqualität und die Mobilität nach einer Injektion Hylan G-F 20 jedoch an, und die Einnahme von Schmerzmitteln kann bei vielen Betroffenen nach der Spritze reduziert werden.⁷ Im ARTHROzentrum setzen wir Hyaluronsäure seit vielen Jahren ein und haben auch einige Patienten bereits wiederholt gespritzt, da die Linderung der Beschwerden nach circa ein bis 1,5 Jahren nachlässt. Unter den Patienten befinden sich auch aktive Sportler, denen es nun wieder möglich ist, ihre sportlichen Aktivitäten auszuüben.

1 Waddell DD (2003). The tolerability of viscosupplementation: Low incidence and clinical management of local adverse events. Current Medical Research and Opinion, 19(7), 575–580.

2 Waddell, D., & Joseph, B. (2014). Delayed Total Knee Replacement with Hylan G-F 20. Journal of Knee Surgery, Epub ahead.

3 Fraser, J. R., Laurent, T. C., & Laurent, U. B. (1997). Hyaluronan: its nature, distribution, functions and turnover. Journal of Internal Medicine, 242, 27–33.

4 Smith MM, Ghosh P. (1987) The synthesis of hyaluronic acid by human synovial fibroblasts is influenced by the nature of the hyaluronate in the extracellular environment. Rheumatol Int., 7(3):113–122.

5 Bagga H. et al. (2006) Longterm effects of intraarticular hyaluronan on synovial fluid in osteoarthritis of the knee. J Rheumatol., 33(5):946–950.

6 Strand V. et al. (2015). Safety and efficacy of US-approved viscosupplements for knee osteoarthritis: A systematic review and meta-analysis of randomized, saline-controlled trials. Journal of Pain Research, 8, 217–228.

7 Kahan, A., Lleu, P.-L., & Salin, L. (2003). Prospective randomized study comparing the medicoeconomic benefits of Hylan GF-20 vs. conventional treatment in knee osteoarthritis. Joint, Bone, Spine : Revue Du Rhumatisme, 70(4), 276–81.

SADE.HYL.16.02.0552

Kontakt

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Potsdamer Straße 8
10785 Berlin
E-Mail: kontakt.de@sanofi.com
Web: www.synvisc.de

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